2311284381 Agias Sofias 46, Thessaloniki opallergy@gmail.com
 
 
Allergisches Asthma
 
 

 

 

 
 

Asthma ist eine Erkrankung der Atemwege, die durch eine Entzündung der Bronchialwände verursacht wird. Diese führt zu einer Verengung der Atemwege und zu deren Verkrampfung (Bronchospasmus). Die Verengung kann dauerhaft oder vorübergehend auftreten. Die Symptome reichen von leichten Beschwerden wie Müdigkeit und Husten beim Lachen oder bei körperlicher Anstrengung bis hin zu schwereren Symptomen wie anhaltendem Husten, Atembeschwerden, pfeifender Atmung und ausgeprägter Atemnot. Die Diagnose ist in der Regel unkompliziert und erfolgt mittels Spirometrie (Lungenfunktionsprüfung).

Asthma ist eine heterogene Erkrankung. Das bedeutet, dass die Entzündung der Atemwege durch unterschiedliche Faktoren verursacht werden kann. Daher werden verschiedene Asthma-Phänotypen unterschieden, beispielsweise allergisches oder eosinophiles Asthma. Bei Verdacht auf Asthma umfasst die erste diagnostische Abklärung eine Spirometrie zur Bestätigung der Erkrankung. Anschließend wird der Asthmatyp bestimmt, da die verschiedenen Formen unterschiedliche Behandlungsansätze erfordern. Bei allergischem Asthma ist es besonders wichtig, die verantwortlichen Allergene zu identifizieren, damit die Behandlung durch Allergenvermeidung oder Immuntherapie entsprechend angepasst werden kann.

Allergisches Asthma ist die häufigste Form von Asthma. Es kann in jedem Alter auftreten, kommt jedoch häufiger bei Kindern und jungen Erwachsenen vor. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 15,8 Jahren. Häufig besteht eine familiäre Vorbelastung. Zudem können erhöhte Gesamt-IgE-Werte und eine Eosinophilie auftreten, wobei diese Merkmale allein nicht ausreichen, um allergisches Asthma von anderen Asthmaformen zu unterscheiden. In unserem Land leiden die meisten Patienten an leichtem bis mittelschwerem Asthma, während ein kleiner Prozentsatz schwere Verlaufsformen aufweist. Typischerweise treten Verschlechterungen nach dem Kontakt mit Allergenen auf, beispielsweise mit Pollen während der Blütezeit. Menschen, die auf ganzjährig vorkommende Allergene wie Hausstaubmilben oder Pilze sensibilisiert sind, leiden das ganze Jahr über oder bei erhöhter Allergenbelastung unter Symptomen. Belastungsasthma tritt bei Patienten mit allergischem Asthma häufiger auf und verläuft oft schwerer.

 

Allergisches Asthma tritt häufig gemeinsam mit anderen Erkrankungen wie Rhinitis, Rhinosinusitis und gastroösophagealer Refluxkrankheit auf. Dabei ist die Rhinitis die häufigste Begleiterkrankung. Das gemeinsame Auftreten dieser Erkrankungen hat zu der Auffassung geführt, dass die oberen und unteren Atemwege ein zusammenhängendes System bilden, das als „One-Airway-Disease“-Konzept bezeichnet wird. Studien zeigen, dass 64 % der Menschen mit Asthma auch an allergischer Rhinitis leiden, während 20 % der Menschen mit allergischer Rhinitis zusätzlich Asthma haben.

Die Diagnose von allergischem Asthma umfasst eine ausführliche Anamnese zur Beurteilung der Symptome und möglicher Auslöser. Eine Spirometrie und gegebenenfalls die Untersuchung der bronchialen Hyperreagibilität dienen der Bestätigung der Diagnose. Wird Asthma festgestellt, helfen Allergietests mittels Haut-Pricktests oder die Bestimmung spezifischer IgE-Antikörper im Blut dabei, die verantwortlichen Allergene zu identifizieren. Um den allergischen Ursprung zu bestätigen, müssen positive Testergebnisse mit den Symptomen des Patienten in Zusammenhang gebracht werden.

 
 

Behandlung

Die Behandlung des allergischen Asthmas zielt darauf ab, die Symptome zu kontrollieren, eine normale Alltagsaktivität zu ermöglichen und Verschlechterungen sowie dauerhafte Schäden an den Atemwegen zu verhindern. Sie umfasst Medikamente zur langfristigen Kontrolle und zur Linderung akuter Beschwerden. Inhalative Kortikosteroide stellen dabei die wichtigste Behandlungsoption dar. Die Therapie wird entsprechend dem Ansprechen des Patienten angepasst und regelmäßig überprüft. Auch Maßnahmen zur Kontrolle der Umgebung, wie die Vermeidung von Allergenen oder eine Immuntherapie, spielen eine wichtige Rolle bei der Behandlung.

Eine Immuntherapie ist besonders hilfreich, wenn sich der Kontakt mit Allergenen nicht vermeiden lässt. Sie kann die Sensibilisierung gegenüber neuen Allergenen reduzieren und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Sie stellt jedoch eine ergänzende Behandlung dar und ersetzt nicht die medikamentöse Therapie.