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Allergische Konjunktivitis
 
 

 

 

 
 

Die Bindehaut ist eine dünne, durchsichtige Membran, die die Innenseite der Augenlider und den weißen Teil des Auges, die sogenannte Sklera, bedeckt. Eine Entzündung der Bindehaut wird als Konjunktivitis bezeichnet und kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, beispielsweise durch bakterielle oder virale Infektionen sowie durch Allergien. Wird die Erkrankung durch luftgetragene Allergene ausgelöst, die mit den Augen in Kontakt kommen, spricht man von einer allergischen Konjunktivitis.

Die allergische Konjunktivitis kann in drei Formen auftreten: akut, saisonal und ganzjährig.

Bei der akuten allergischen Konjunktivitis treten die Symptome unmittelbar nach dem Kontakt mit einem bekannten Allergen auf, beispielsweise mit Katzenhaaren. Typisch sind starker Juckreiz, Rötungen, Tränenfluss und geschwollene Augenlider. Nach Entfernung des Allergens klingen die Symptome normalerweise innerhalb von 24 Stunden ab.

Die saisonale allergische Konjunktivitis tritt in Zeiten auf, in denen Pollen in der Luft vorhanden sind. Die Allergene variieren je nach Jahreszeit: Bäume sind im Winter und Frühjahr eine wichtige Pollenquelle, Gräser im Frühjahr und Sommer und Unkräuter im Spätsommer und Herbst. Auch die geografischen Bedingungen können beeinflussen, wann die Symptome auftreten.

Die ganzjährige allergische Konjunktivitis ist dagegen eine chronische Form, die durch Innenraumallergene wie Hausstaubmilben, Pilze und Tierhaare bzw. Hautschuppen verursacht wird.

 

 
 

 

 
 
 
 

 

     
 
 

Zu den Symptomen der allergischen Konjunktivitis gehören Rötungen, Juckreiz, wässriger Ausfluss, Brennen, Lichtempfindlichkeit und geschwollene Augenlider. In der Regel sind beide Augen betroffen, wobei die Beschwerden auf einem Auge stärker ausgeprägt sein können. Reiben der Augen verschlimmert häufig die Symptome. Menschen mit allergischer Konjunktivitis leiden oft auch an anderen allergischen Erkrankungen, beispielsweise an Ekzemen oder saisonalen Allergien.

Die Diagnose einer allergischen Konjunktivitis basiert auf dem charakteristischen klinischen Erscheinungsbild, anhand dessen sie von anderen Formen wie der bakteriellen oder viralen Konjunktivitis unterschieden werden kann. Zur Bestätigung sind jedoch Allergietests erforderlich, mit denen die verantwortlichen Allergene identifiziert werden. Nach der Diagnose umfasst die Behandlung Empfehlungen zur Vermeidung von Allergenen, medikamentöse Therapien oder eine Immuntherapie. Gleichzeitig ist die Behandlung einer begleitenden allergischen Rhinitis wichtig, um die Symptome wirksamer zu kontrollieren.

Auch die richtige Augenpflege ist ein entscheidender Faktor bei der Behandlung der allergischen Konjunktivitis. Das Reiben der Augen sollte vermieden werden, da es die Beschwerden verschlimmert. Bei starkem Juckreiz können künstliche Tränen, kalte Kompressen oder antiallergische Augentropfen angewendet werden. Darüber hinaus wird empfohlen, den Kontakt mit Pollen zu reduzieren, indem man sich während Zeiten hoher Pollenkonzentration möglichst in Innenräumen aufhält, eine Klimaanlage verwendet und Fenster zu Hause sowie im Auto geschlossen hält. Mit der richtigen Pflege und Behandlung lässt sich die allergische Konjunktivitis wirksam kontrollieren.